Montag, 30. September 2013

Urlaubstagebuch Kenia Teil 1

Hallo meine Lieben und ein fröhliches Jambo,

als wir vor 7 Monaten den Urlaub gebucht hatten waren wir bereits voller Vorfreude und es kam uns noch wie eine Ewigkeit vor bis es denn endlich soweit sein sollte.
So schnell wie die Zeit bis dahin vorbeiging, so schnell verging auch der Urlaub. Deshalb ist es finde ich wichtig, dass man alles so gut es geht festhält.
Ich habe daher dieses Mal ein Urlaubstagebuch für unser Fotoalbum geschrieben und möchte daraus ein Special für den Blog gestalten und euch daran teilhaben lassen.
Heute startet Teil 1!
Viel Spaß :)

Abflug Sonntag 15.09.2013
Gott waren wir nervös. Die Nacht davor konnten wir absolut nicht schlafen. In 24 Stunden sollten wir im Hotel sein. Eine wirklich lange Zeit.
Meine extreme Flugangst machte mich wirklich fertig und ich nahm schon vorher die Beruhigungstabletten. Als erstes hieß es 3 Stunden nach Istanbul. Dort hatten wir 5 Stunden Aufenthalt.Der Sicherheitsbereich dort ist riesig und da gibt es wirklich alles. Man muss nur genug Geld dabei haben. Denn für zwei kleine Baguettes  (Größe eines Brötchens) und ein Wasser haben wir 15 Euro bezahlt. Der Flug ging dann weiter nach Mombasa mit einem Zwischenstop in Kilimanjaro. Dank dem eingebauten Fernseher im Vordersitz ging die Zeit schnell rum :)

So sah das Frühstück im Flugzeug aus: (Käsetoast, Spinatlasagne, Salat mit Käse und Schokokuchen)


Ankunftstag Montag 16.09.2013
Ich muss zugeben wir waren ziemlich überordert bei der Ankunft. Wir mussten trotz Visum noch einen Schein zur Einreise ausfüllen, der natürlich in Englisch war. Gott sei dank half uns ein Mitarbeiter vor Ort was man von den anderen sturen Deutschen nicht behaupten konnte. Am Flughafen wurden wir von dem Reiseveranstalter TUI empfangen und zum Hotel gefahren. Auf dem Weg waren wir von den ersten Eindrücken total überwältigt. Überall Menschen in großen Massen, kleine selbst zusammen gebaute Hütten, die deren Wohnungen waren, überall Müll auf den Straßen der verbrannt wurde. Die Auto dort wären hier in Deutschland schon reif für den Schrottplatz und Verkehrsregeln gab es dort so gut wie gar keine!

Im Hotel wurden wir dann freundlich empfangen und konnten nach dem Frühstück auf unser Zimmer. Ein großes Bett mit Moskitonetz, ein Bad mit Dusche und Toilette und eine Terrasse. Sehr ein einfach eingerichtet, aber es war sauber und außerdem verbringt man dort ja nicht so viel Zeit. Dem restlichen Tag lagen wir am Pool und sind erstmal angekommen. Einziges lustiges Erlebnis war dann noch, dass von einem Hotelgast der Kuchen vom Teller von einem Affen geklaut wurde :)
Hier die Bilder von der Hotelanlage und den Meerkatzen die dort überall rumliefen:





Beim Essen mit Meerblick :)

Dienstag 17.09.2013
Am Dienstag hatten wir erstmal richtig lange ausgeschlafen. Müdigkeit vom Flug :)
Beim Frühstück gab es immer eine große Auswahl. Toast, Brötchen, Brot, Wurst, Käse...
Bei den Brötchen muss man aber erwähnen, dass es keine normalen Brötchen wie wir sie kennen sind, sondern mehr Milchbrötchen, was mit Verbindung von Käse und Wurst schon sehr merkwürdig im Mund war. Nachmittags ging es zur Schlangenfarm. Auf dem Weg dorthin mussten wir über den Strand. Oh man wurden wir belagert. So viele Afrikaner, die uns etwas andrehen wollten. Das war eine reinste Geduldsprobe. Zum Glück gibt es scheinbar ein ungeschriebenes Gesetz, dass einen immer nur maximal 2 Leute belagern dürfen. Also besser diese zwei ein wenig länger bei einem halten, so muss man nicht immer von vorne anfangen mit Quatschen :)
Auf der Schlangenfarm durften wir Geckos, Schlangen und Schildkröten auf die Hand bzw. um den Hals nehmen. Total genial! Die Schlangen fühlen sich extrem weich an. Wie Seide!


Auf dem Weg zurück lachte Felix über die Spritpreise. Umgerechnet waren es gerade einmal 80 Cent pro Liter für Benzin. Abends beim Entertainmentprogramm stand die Wahl des Mister Diani Sea Lodge (unser Hotel) an. Felix der arme wurde ausgewählt und musste gegen 4 andere Hotelgäste antreten.
Bodybuilderposen, Bierwetttrinken, Klamotten von anderen Gästen sammeln wobei es für Unterwäsche Extrapunkte gab, Liegestützen machen und ein Wort auf Suaheli nachsprechen. Felix machte sich echt richtig gut und belegte am Ende den 2. Platz *stolz bin*


Mittwoch 18.09.2013
Am Mittwoch sind wir zusammen mit zwei anderen Gästen zur Stadt Ukunda gegangen. Wir wollten uns dort einmal das Diani Beach Shopping Center anschauen. Natürlich wieder am Strand lang. Das ist echt anstrengend, denn man fühlt sich wie ein Zuckerstück im Ameisenhaufen! Auf dem Weg haben wir einer diesen Affenbrücken gesehen. Damit nicht so viele Affen von den Auto überfahren werden gibt es kleine Hängebrücken über die sie die Straße überqueren können.


Eine Umstellung für uns war, dass wir kein Leitungswasser dort zum Zähne putzen verwenden konnten. Oft haben wir uns erwischt, dass wir versehentlich die Zahnbürste dadrunter gewaschen haben und mussten diese dann in dem vom Hotel zur Verfügung gestellten Wasser gründlich reinigen. Dort gab es nämlich täglich eine Thermosflasche für uns. Schon sehr gewöhnungsbedürftig :)

Donnerstag 19.09.2013
Nach dem Frühstück gingen wir direkt an den Pool und holten uns zwei Cocktails. Dort im Hotel heißt Cocktail ohne Alkohol zwei verschiedene Säfte zusammen gemixt. Wir tranken ihn nicht komplett aus und gingen ins Wasser. Tja hätten wir mal an die Affen gedacht! Einer trank nämlich erstmal genüsslich unsere Reste :)
Nachmittags waren wir mit dem Hotenpersonal in einem richtigen afrikanischen Dorf zu Besuch. Die ganzen Eindrücke, die wir dort gesammelt haben lassen sich gar nicht so in Worte fassen. Wirklich unglaublich. In dem Dorf wohnen ca. 100 Menschen in selbst gebauten Lehmhäusern ohne Strom, fließend Wasser oder einer Toilette.


Die Gemeinschaftsküche besteht aus 3 Steinen auf dem Boden.


Wir wurden herzlicht mit einem Tanz begrüßt und man hat und alles im Dorf anschauen lassen. Die Häsuer haben eine Lebensdauer von 5 Jahren und werden anschließend abgerissen und komplett wieder aufgebaut. Die Frauen sind für das Wasser holen und Essen zubereiten zuständig. Dazu gehört auch das Herstellen von Maismehl. 



Gruselig war die Begegnung mit dem Medizinmann. Man musste erstmal um Erlaubnis bitten um in seinen geheimen Bereich eintreten zu dürfen. Wir sind alle gesund hieß es dann am Ende :)


Dabei ist vorallem der Glaube ein wichtiger Punkt. An einer Stelle gab es auf dem Boden kleine Holzfiguren, die überdacht standen. Diese stehen für die Toten aus dem Dorf. Wenn die Bewohner große Wünsche haben (wie Regen zum Beispiel) dann schlachten sie ein Tier und verteilen das Blut über den Holzfiguren und legen das tote Tier daneben. Ist das Blut und das Tier am nächsten Tag weg so hat Gott den Wunsch erhört und wird in den nächsten nahen Wochen erfüllt. Wenn nicht werden mehr Tiere geschlachtet und geopfert.


Felix und ich wurden dann auch noch afrikanisch verheiratet. Es wurde eine Zeremonie vom Dorf vorgeführt und Felix und ich mussten als Pärchen herhalten :)
Hochzeitstanz durfte da natürlich auch nicht fehlen. Sehr peinlich :)


Am Ende des Besuches gab es Bonbons für die Kinder im Dorf. Die haben sich darauf gestürzt als wäre es reines Gold. Toll fand ich auch, dass das Hotel dem Dorf noch eine kleine Geldspende gegeben hat. 



So das war Teil 1 unseres Urlaubstagebuches. Ich hoffe ihr hattet bis jetzt schon viel Spaß beim Lesen :)
Morgen geht es weiter!



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